Leckereien aus fernen Landen
Illustration: Henning Studte
KEIN
Übersetzung: Peter Kowoll.
08/02/06
Kommissar Zufall entscheidet über die eigenartige Namensgebung fremdländischer Speisen. So sollen der Legende nach Turkish Delights (Lokum, mit Puderzucker bestreutes, gelatinehaltiges Gebäck) für einen Sultan kreiert worden sein, den es nach süßen Versuchungen verlangte. Jedoch sind die Engländer die einzigen Europäer, die diesen Ausdruck verwenden. Und die Deutschen bezeichnen mit "Türkischem Honig" das Nougat. Doch welche dieser beiden Köstlichkeiten tatsächlich aus der Türkei stammt, lässt sich wohl nicht mehr entscheiden.
Aller Wahrscheinlichkeit nach haben die Dänen Rosinenbrote nach England exportiert, die heute unter dem Namen Danish Pastries bekannt sind. Unter dieser Bezeichnung findet man sie auch weiter im Süden, in Italien, als paste danesi wieder. Die Franzosen verwenden den Begriff Viennoiseries, um Croissants und anderes Backwerk zu bezeichnen, genauso wie die Österreicher, die von "Wiener Mehlspeise" sprechen.
In Frankreich spricht man auch von der crème anglaise (englische Sahne, ähnlich unserer Vanillesauce) und glaces italiennes (italienischer Eiscreme).
Und nicht zu vergessen, die French fries (Pommes Frites), deren Erfindung seit jeher von den Belgiern beansprucht wird, die sie sogar zu ihrem Nationalgericht gemacht haben.
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